Publikationen von W. Wagenfeld Publikationen über Wilhelm Wagenfeld (Artikel und Entwürfe): 1920 - 1949 1950 - 1955 1956 - 1959 1960 - 1969 1970 - 1979 1980 - 1989 1990 - 1999 |
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1920 - 1949
Nachdruck des Textes von Seite 187 in Form + Zweck, Heft 3, 1979, Seite 11. Zeitung: Zeitschrift: Abbildungen: Seite 7, MT 8, (WV 1), Bildunterschrift „Metallampe W. Wagenfeld“. Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: „...Als neueste, glückliche Erwerbung seien die Leuchtkörper von W. Wagenfeld erwähnt, die, von der Metallwerkstatt der Staatlichen Bauhochschule in Weimar ausgeführt, die Besichtigung der Sammlung auch während der Abendstunden ermöglichen...“ Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift:
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30er Jahre
Zeitschrift:
Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: „...Einleitend gab der Vorsitzende bekannt, daß Herr Wagenfeld von nun an die Obmannschaft des Unterausschusses für Formgestaltung, die bisher Herr Prof. B. Mauder, Zwiesel, innehatte, übernehmen wird. ...“ Referent: W. Wagenfeld, Weimar. In Einklang mit der im FA IV von jeher herrschenden Ansicht, daß in erster Linie und mit allen Mitteln der Qualitätsgedanke zu fördern ist, bringt Herr Wagenfeld diesbezügliche, hier in Kürze wiedergegebene Vorschläge: 1. Veranstaltung von Ausstellungen zusammen mit der Industrie: Zeitschrift: Vorsitzender: Prof. W. von Eiff, Stuttgart. Künstlerische Aufgaben im Glasgewerbe. Herr Wagenfeld besprach kritisch die letzten Veröffentlichungen aus englischen Fachkreisen (siehe „Englische Vortragsreihen über die Form, das Entwerfen und Veredeln von Glaswaren“, Sammelreferate in den „Glastechnischen Berichten“, 13 (1935), Heft 1, u. 5, S. 125-127, 167-168). Alsdann ging er auf ein Beispiel frühzeitiger Anerkennung der deutschen Qualitätsbestrebungen, nämlich auf die Gründungs- und Werbeschriften der englischen Gesellschaft „Design and Industries Association“ des näheren ein, die in der Schrift „Englands Kunst-Industrie und der Deutsche Werkbund“ in der Uebersetzung vorliegen*). Für die Glasveredelung ergeben sich nach Ansicht des Referenten aus dem Gebot der Qualitätsarbeit die nachstehenden Folgerungen: Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: Seite 173, Schoppenrömer Hohlfuß mit Gittermuster (WVZ 180.10), Bildunterschrift „Aus der „Deutschen Glasschau“: Römer aus grünlichem Glas mit optisch behandeltem Fuß.“ Becher (WV 194) „Wasserbecher, geschmückt mit breiten guillochierten Bändern. Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.G., Weisswasser O.-L.“ Seite 174, Likörservice Zisterne (WV 174), Bildunterschrift „Aus der „Deutschen Glasschau“: Likörsatz aus bräunlichem Glas. Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.G., Weisswasser O.-L.“ Zeitschrift: Zeitschrift: Zeitschrift: Seite 459, Bowlenservice „Oberweimar“ (WV 171). Bildunterschrift: „Schlichte Leichtkristall-Bowle „Oberweimar“. Entwurf: Prof. Wilhelm Wagenfeld. Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.G., Weisswasser.“ Seite 464, Heißwasserkännchen (WV 66.01), Durax-Form für Würzfleisch 3065 - Ragout-fin-Schälchen (WV 70.01), Durax-Glasdeckel (WV 76). Bildunterschrift: „Neues feuerfestes Glasgeschirr: Puddingform mit Glasdeckel, Heißwasserkanne, kleine Würzfleischform und Glasdeckel zur Verwendung auf Kochtöpfen aus undurchsichtigen Werkstoffen. Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Jena“ Buch: Buch: Abbildungen auf 8 Tafeln am Ende des Buchs:
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40er Jahre Zeitung: Dresdner Nachrichten, 12.11.1940, Nr. 314 Artikel Seite 3: „Zweckmäßig und schön / Berliner Kunstausstellung. Wilhelm-Wagenfeld-Gebrauchskunstschau in Berlin. Der „Kunstdienst“, der seit einiger Zeit durch kleine, vorbildliche, sorgfältig zusammengestellte Ausstellungen Deutschlands zeitgemäße Führung auf den Gebieten des Kunstgewerbes, vor allem aber der Gebrauchskunst zeigt, eröffnete jetzt eine Schau, die die Schöpfungen Professor Wilhem Wagenfelds zum Gegenstand hat. Den Fachkennern ist Wilhem Wagenfelds gebrauchskünstlerische Arbeit für die „Vereinigten Lausitzer Glaswerke A.G., Weißwasser (Oberschlesien), und für das feuerfeste „Jenaer Glas“ (Jenaer Glaswerke Schott und Gen.) bekannt. Wagenfeld geht nicht von der Kunst zum Zweck, sondern bewußt, mit strengster Folgerichtigkeit, umgekehrt vom Zweck zur edlen Form. Das Ergebnis sind Gebrauchsgeschirre jeder Art – Eß- und Kaffeegeschirre, Wein-, Likör-, Sektgläser, Schüsseln, Schalen, Krüge, Vasen, aber auch so prosaische Dinge, wie Zitronenpressen und Tintenflaschen –, bei denen puritanische Einfachheit wie von selbst zu reiner, schlichter Schönheit aufblüht. Seine Formgebung wendet sich überall vom Geschmäcklerischen und Modischen der letzten Jahrzehnte ab. Seine Tassen sind einfach, konisch; seine Krüge sind gebaucht; die Teller verzichten auf überbreiten Rand; seine Sektgläser sind wieder schlank, nicht schalig. Alle Henkel, Decken, Tüllen, Handhaben stehen vor allem unter dem Gestz der Zweckmäßigkeit. Ohne auf einmalig- künstlerische Entwürfe zu verzichten, gilt Wagenfelds Arbeit doch vornehmlich der Schönheit der Serienware, des stilreinen Hausguts für alle. Er hat auch dem früher geschmacklosen Preßglas wieder Würde und Anmut verliehen. Statt des prunkenden „Kristalls“ bietet er das künstlerische mit runden und ovalen Vertiefungen zweiseitig ausgeschliffene klare Glas. Beim Geschirr bevorzugt er das reine Weiß, beim gefärbten Glas ein tiefes Blau und ein rauchiges Bronzegrün. Auf dem Wege, den Gestalter wie Wilhem Wagenfeld beschreiten, wirken Technik, Fabrikation und schöpferische Begabung auf breitester Grundlage und mit breitesten Möglichkeiten gemeinsam an der Geschmacksbildung und an der kulturellen Erhöhung des Daseins.“
Abbildungen: Seite 6, Tischleuchte W1 (WV 1.20) Bildunterschrift: „Tischleuchte“. Seite 11, Service Daphne (WV 80). Bildunterschrift: „Speisegeschirr und Teegeschirr „Daphne“ (Rosenthal Porzellan A.G., Selb, Bayern)“. 2 Abbildungen. Seite 13, Teekanne (WV 61), Tablett (WV 61.17), Sahnegießer (WV 61.11), Zuckerschale (WV 61.12). Seite 14, Aschenbecher Corona (WV 284.01). Bildunterschrift: „Ascher, Preßglaserzeugnisse (Vereinigte Lausitzer Glaswerke, A.G., Weißwasser, O.-L.)“. Seite 15, Eierbecher (WV 277.01), Zitronen- und Apfelsinenpresse Messina (WV 279.01). Bildunterschrift: „Eierbecher, zum Stapeln geeignet – Zitronenpresse“. 2 Abbildungen. Seite 16, Weinkühler (WV 287.01). Bildunterschrift: „Weinkühler (Vereinigten Lausitzer Glaswerke, A.G., Weißwasser, O.-L.)“. Seite 18, Kubus Geschirr (WV 291). Bildunterschrift: „Vorratsgeschirr aus Preßglas für Kühlschrank und Speisekammer (Vereinigten Lausitzer Glaswerke, A.G., Weißwasser, O.-L.)“. Seite 20, Vase (WV 90.01). Bildunterschrift: „Vasen, Frucht- und Blumenschale aus Bleiglas mit Schliff. (Vereinigten Lausitzer Glaswerke, A.G., Weißwasser, O.-L.)“. Seite 23, Bodenvase München (WV 152.01). Bildunterschrift: „Vase aufgetrieben (Vereinigte Lausitzer Glaswerke, A.G., Weißwasser, O.-L.)“. Zeitschrift: Westermanns Monatshefte, April 1940 Artikel: Seite 147-152 „Weisswasser Glas – Blüten aus dem Lausitzer Sand“ Abbildungen: Schalen mit Schliff (WV 241, 242). Service Lobenstein (WV 162) der Lausitzer Glaswerke A.-G. Zeitschrift: Gebrauchsgraphik, Heft 10, 1940 Artikel: Seite 58 und Seite 60 von W.G.O. „Von der Schönheit des Werkstoffes Glas. In welch vorbildlichem Maße auch das Gebrauchsgut in Glas Erzeugnis echter Qualität und vollendeter Formschönheit sein kann, ohne dabei als Luxusartikel zu gelten, zeigt die gesamte Produktion der bekannten Vereinigten Lausitzer Glaswerke, Aktiengesellschaft, Weißwasser (Oberlausitz), deren Arbeit von einem hohen kulturellen Verantwortungsbewußtsein getragen wird. Ausgezeichnete Künstler sind an den Entwürfen dieser kultivierten Haus- und Festtagsgeräte aus Glas beteiligt; wir nennen nur Professor Dr. Walter Drexel, Professor von Wersin, Dr. Hermann Gretsch (der Leiter des Württembergischen Landesgewerbemuseums, Stuttgart), Wilhelm Görtler, Richard L.F. Schulz (der Geschäftsführer des Vereins für Deutsches Kunstgewerbe) und vor allem Professor Wilhelm Wagenfeld, der künstlerische Leiter der Werke. Ebenso vorbildlich wie die Erzeugnisse selbst sind auch die uns vorliegenden Drucksachen der Firma, die in ihrer geschmackvollen Gestaltung für jeden Betrachter ein ästheisches Vergnügen darstellen. In einer kleinen Werbebroschüre mit Aufnahmen von L. Held, Weimar und Adolf Lazi (gedruckt in der Buchdruckwerkstatt, Berlin) gibt Wilhelm Lotz einen Überblick über das Leistungsstreben der Firma. Wilhelm Lotz hat auch in dem von den Vereinigten Lausitzer Glaswerken herausgegebenen Buch „Reise zu den Glasbläsern“ (gedruckt von Förster & Borries, Zwickau, Sa.) Beschauliches und Lehrhaftes von der Glasmacherei in reizvoller Erzählung aufgeschrieben, zu dem Joachim Lutz sehr hübsche Zeichnungen geliefert hat. Ein Bild der gesamten Erzeugung gewinnt man aus dem Katalog im Hefter, den Prof. W. Wagenfeld im Verein mit Heinz Löffelhardt und Erich Jachmann bearbeitet hat. Die ausgezeichneten Photos stammen zumeist von L. Held, Weimar und Dora Barleben, Berlin. Die Gesamtherstellung dieses Musterkatalogs besorgte B. G. Teubner, Leipzig. Die neue Schutzmarke, zugleich das Güte- und Firmenzeichen der Firma, entwarf der Leipziger Graphiker J. Heinz Böttcher, der die Rautenform der bekannten Schutzmarke mit einem kreisrunden Schriftband umgeben hat. W.G.O.“ ![]() Buch: Der Kunstdienst. Ein Arbeitsbericht. Werkstattbericht 15 des Kunstdienstes. Ulrich Riemerschmidt Verlag, Berlin. Herausgegeben vom Kunstdienst, Berlin 1941, 1-3 Tausend. Maße 183 mm x 135 mm. 24 Seiten. Rückenklammerheftung. Abbildungen: Seite 5, 2 Abbildungen mit Entwürfen von W. Wagenfeld für Vereinigte Lausitzer Glaswerke und Jenaer Glaswerke gezeigt auf der Werkstattausstellung Berlin 1940. Seite 21 Serviceteile 639 von Fürstenberg (WV 78) Bildunterschrift „Ausstellung „Deutsche Warenkunde“, Berlin. Schloß Schönheusen 1939. Veranschaulichung des Schemas der Deutschen Warenkunde. Ausschnitt aus der Warengruppe Geschirr.“ Seite 23, Likörservice Zisterne (WV 174), Vase (WV 147) Bildunterschrift „ Stand der Deutschen Warenkunde auf der von der Deutschen Arbeitsfront, NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, veranstalteten Ausstellung „Die Freizeit“ Hamburg 1939.“ Entwürfe für Vereinigte Lausitzer Glaswerke. Zeitschrift: Die neue Linie. Dezember 1941 Artikel: „Schönes deutsches Glas“ Abbildungen: Bild 1: Vase Münster (WV 99.01) Bildunterschrift: „Preßglasvase in eigenartiger Faltenform. Entwurf Prof. W. Wagenfeld. (Vereinigte Lausitzer Glaswerke, Weißwasser. O.L.)“. Bild 2: Vasen (WV 117.01, 116.01, 115.01) Bildunterschrift: „Drei Vasen aus farbigem Glas mit aufgetriebenem Rand. Entw.: Wagenfeld (VLG)“ Foto von Lazi. Zeitschrift: Schlesien. Heft 4, 1941 Artikel: Seite 77 - 80 von Dr. Erich Meyer-Heisig: „Die kunstreiche Gesellschaft der Glasmacher.“ Abbildung: Krug Hermsdorf (WVZ 212.01), Becher (WVZ 191.01. Bildunterschrift. „Limonadengeschirr Entwurf von Wilhelm Wagenfeld.“ Textauszug: „...Daneben stehen seit der Jahrhundertwende Bemühungen, nach den Verwilderungen der zweiten Hälfte des Vorjahrhunderts, wieder zu guten Gebrauchsformen des Glases zu kommen. Zu nennen ist hier Sigfrid Haertel, der mit der Josephinenhütte und Grafschafter Hütten in Gemeinschaftsarbeit diesem Ziele zustrebt, und aus jüngerer Zeit Süßmuth in Penzig und Wagenfeld als künstlerischer Leiter der Vereinigten Lausitzer Glashütten in Weißwasser...“
Textauszug: „...Der Oberlichtsaal wird beherrscht von Glas und Porzellan, für das als Entwerfer vor allem Professor Wilhelm Wagenfeld und sein nächster Mitarbeiter Heinz Löffelhardt, als ausführende Manufakturen...“ Buch: Schuette, Marie: Das GRASSi Bilderbuch des Jahres 1942. Leipzig 1942, Abbildungen: Seite 19 Vasen (WV 117, 116, 106) Bildunterschrift „Aufgetriebene Vasen, bronzegrün und stahlblau. Entwurf: Wagenfeld. Hersteller: Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.G., Weißwasser, O.-L.)“ Foto Lazi, Stuttgart. Lexikon: Allgemeines Lexikon der bildenden Künste, 1942 (Thieme Becker) Artikel: Eintrag Wilhelm Wagenfeld, Seite 23-24. Zeitung: Badische Presse, 16.1.1942 Artikel: Seite 5: „Mannheim. Mit ihrer neuesten Ausstellung zeigt die Städtische Kunsthalle das handgreifliche Ergebnis schöpferischer Zusammenarbeit, deren Partner Künstler und Industrie sind. Sie bestätigen gerade im Gebrauchsgegenstand, dessen Schwerpunkt in der Heimausstattung der Familie liegt, daß auch die Serienware eine kulturelle Aufgabe sehr wohl – und wie die unter dem Zeichen „Künstler in der Industrie“ stehende Schau zeigt – mit geschmacklich beispielhaften Leistungen hauptsächlich auf dem Gebiet des Glases und Porzellanes zu meistern imstande ist. Die künstlerischen Entwürfe stammen von C. Crodel, H. Gretsch, J. Hoffmann, H. Löffelhardt, A. Loos (gest.), B. Mauder, L. F. Schulz (gest.), W. Wagenfeld und W. v. Wersin. (ru)“ ![]() Buch: Ausstellungskatalog Ausstellung Deutsche Wertware Hannover Landesmuseum, 15.11. - 6.12.1942 Abbildungen: Seite 26, Kubus-Geschirr (WV 291) Bildunterschrift: „Ineinandersetzbares Vorratsgeschirr „Kubus“ aus Glas. Entwurf W. Wagenfeld, Ausführung: Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.-G., Weißwasser (Oberlausitz)“ Seite 27, Schalen Greifswald (WV 272), Schalen Bremen (WV 233) Bildunterschrift: „Salatschüsseln aus Preßglas (oben und aus Hohlglas (unten). Entwurf Wilhelm Wagenfeld, Ausführung: Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.-G., Weißwasser (Oberlausitz)“ Seite 67, Vasen (WV 140, 142, 137) Bildunterschrift: „Bronzegrüne Glasvasen. Entwurf W. Wagenfeld, Ausführung: Vereinigte Lausitzer Glaswerke A.-G., Weißwasser (Oberlausitz)“ Zeitschrift: Das Werk, Heft 12, 1943 Artikel: Hirzel, Stephan „Grundsätzliche Anmerkungen zur Ausstellung „Deutsche Wertarbeit“ im Kunstgewerbemuseum Zürich“ Abbildungen: Seite 390, Kubus-Geschirr (WV 291) Zeitschrift: Schweizerische Bauzeitung, Heft 24, 1943 Artikel: Arch. Eg. Streiff, SWB „Nachtrag zur Ausstellung „Deutsche Wertarbeit“ im Kunstgewerbemuseum Zürich“ Textauszug: „...Dabei ist das Bemerkenswerteste, dass der Entwurfsarbeit nicht nur ab und zu, bei besonderen Gelegenheiten, Aufmerksamkeit geschenkt wird,sondern das Künstler wie Gretsch, Mauder, Wagenfeld, Wersin u.a. als ständige Mitarbeiter oder Berater bei der Herstellung sämtlicher neuer Erzeugnisse zugezogen werden. Dadurch wird – oder besser gesagt wurde, da der gegenwärtige Krieg in Deutschland die Produktion von Hausgerät auf ein Minimum eingeschränkt hat – der deutsche Konsument in die beneidenswerte Lage versetzt, für seinen Haushalt ausgezeivchnet durchgebildetes Gerät, Geschirr, Gläser, Lampen, Möbel usw. zu billigem Preisauf dem normalen Markt zu finden...“ Zeitung: lllustrierte Kronenzeitung. 20. Mai 1943 Artikel: Unter „Notizen“: „Hausrat als Zeitspiegel. Im Rahmen der Veranstaltungen des Wiener Kunsthandwerkvereines hält Professor Wilhelm Wagenfeld am 25. Mai, 19 Uhr, im Festsaal des Industriehauses, Schwarzenbergplatz 4, einen Vortrag über „Hausrat als Zeitspiegel“. Zeitung: Neues Wiener Tagblatt. Nr. 147, Samstag, 29. Mai 1943 Artikel: „Hausrat als Spiegel der Zeit / Professor Wagenfeld über den Kampf um die edle Form. Parallel mit den großen sozialen Umschichtungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, deren Ursache die Industriealisierung war, wandelte sich auch die Stellung des Menschen zum Gerät, das ihn umgibt. Professor Wilhelm Wagenfeld hat als künstlerischer Leiter der Vereinigten Lausitzer Glaswerke Gelegenheit, in dieser Hinsicht auf einem großen Gebiet, nämlich jenem der Hohlglaserzeugung, Einfluß auf die Formgebung des modernen Hausrates zu nehmen. Seine so in der Praxis erhärteten Anschauungen vertieften sich durch eine intensive Beschäftigung mit den Kunst- und Stilfragen unserer Zeit, so das er in seinem Vortrag im Industriehaus, zu dem ihn der Wiener Kunsthandwerkverein eingeladen hatte, dieses Thema in einer sowohl geistig erschöpfenden wie neuartigen Weise behandeln konnte. Er ging davon aus, daß bei der Erzeugung des Hausrates die geistigen Zusammenhänge mit den Zeitanschauungen ebenso maßgebend sind wie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen. Und so ist es denn höchst aufschlußreich zu beobachten, wie der Kampf gegen den Kitsch und das Programm der Vereinfachung der Formen im „Zweckstil“ auf eine moralische Ebene rückten. „Bei Urteilen über das Minderwertige ist eine moralische Stellungnahme naheliegend und doch ebenso unrichtig wie hemmend“, meint Professor Wagenfeld, doch jene „Kaffeekannenmathaphysiker“, welche den Kitsch auzurotten sich berufen fühlten, hatten ihm nichts anderes entgegenzusetzen als spartanische Zweckformen. „Sie nennen das Nackte einfach, das Ornament ist für sie ein fatales Gewirr von Schlingen und Fußangeln und die Zweckmäßigkeit ihr Ariadnefaden im Labyrinth der Ausstellungen und Messen unsrer Zeit.“ Die Parole der Zweckmäßigkeit ist jedoch nicht aus einem ursprünglichen neuen Stilbedürfnis entstanden, sondern aus purer Opposition. Soll noch einmal als das Schöne und Bleibende erreicht werden, das etwa der Hausrat von 1800 auszeichnet, dann müssen den materiellen Erfordernissen geistige Weite, verschwenderische Liebe zum Schönen entgegengehalten werden, ansonsten würde unsre häusliche Kultur in eine „hygienische Apparatur für die Regelung animalischer Bedürfnisse“ ausarten. Nicht die Technik, sondern Architektur und Malerei haben von jeher dem Hausrat Pate gestanden. Man pflegte früher bei der Erörterung dieser Fragen den Unterschied „internationaler Luxus“ und „Kulturgut des Volkes“ zu machen. Heute verwischen Abbildungstechnik in Zeitschriften und vor allem im Film, dessen Einfluß auf die Geschmacksbildung des Volkes nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, die Grenzen immer mehr, und manche Anregung wird da mißverstanden weitergegeben. Der größte Teil des Hausrates kommt aus Fabriken, wo katalogmäßig hastig das Neue entsteht, und man ging und geht vielfach von der vorgefaßten Meinung aus, daß mit dem Billigen dem Volke am besten gedient ist. Der augenblickliche Nutzen aber kann niemals den späteren Schaden aufwiegen, der aus dieser Einstellung zur Sache entsteht. Es kommt zu Häufungen des minderwertigen Gerätes, zur Mißachtung der Gegenstände und nicht zuletzt zur Geringschätzung der Arbeit an ihnen selbst. Auf die Frage, welches nun die ideale Lösung sei, die eine Veredlung des Haurates in der Zukunft gewährleistete, meinte Professor Wagenfeld, das Geschäftsmann, Techniker und Künstler in fruchtbarer Symbiose an der Spitze der Erzeugung sich verbinden müßten. Wir sind überzeugt, daß die Gedanken des Vortragenden den Weg in die breite Wirklichkeit finden werden, so wie alles Geistige, aus edlen menschlichen Erwägungen Erdachte schließlich den Sieg über das mechanische davonträgt. Dr. L. Sp.“ Zeitung: Badische Neueste Nachrichten, 29.1.1949 Artikel: Seite 5, „Das Badische Landesgewerbeamt veranstaltet in Verbindung mit der Architekturabteilung der TH am Dienstag, 1. Februar, 18 Uhr, im Hörsaal 16 des Aulabaues der TH eine Vortragsabend, bei dem Prof. Wagenfeld, Berlin, über „Formung industrieller Erzeugnisse“ spricht.“ Zeitung: Karlsruher Neue Zeitung, 8.2.1949 Artikel: Seite 2. „Aus den Karlsruher Vortragsälen. „Armut ist ein kostbarter Schatz, aus dem die größten Dinge geschaffen werden“. Diesen Satz, der eine tiefe Wahrheit in sich birgt, hatte Prof. Wagenfeld (Berlin) als Leitmotiv für seinen Vortrag über die Gestaltung industrieller Erzeugnisse gewählt. Der Redner vertrat die Ansicht, daß unsere alltägliche Umgebung, die Welt, inder wir leben, immer in einer gewissen Beziehung zum geistigen Leben in der Gegenwart geschaffen werden sollte. Man müsse endlich den Mut aufbringen, die Angst vor der gegenwärtigen Zeit aufzugeben und unabhängig von früheren stilistischen Imitationen und Kombinationen Gebrauchsgegenstände zu entwerfen, die, mit sparsamsten Mitteln hergestellt, sowohl schön in der Form, als auch praktisch sein können. Die künstlerische Durchbildung stehe dann selbstverständlich im Vordergrund, und die ausführende Hand dürfe somit nicht Bewunderung erregende Meisterstücke handwerklichen Könnens vollbringen, sondern Werke, die nicht dem einzelnen, sondern der Allgemeinheit zugute kommen. Jedes einzelne Stück stelle in seiner Vollkommenheit alsdann nicht mehr ein luxuriöses Gebilde dar, sondern einen Gegenstand, der gerade noch gut genug erscheint, im alltäglichen Leben des Menschen einen würdigen Platz einzunehmen. Mit zahlreichen Lichtbildern erläuterte der Vortragende die Notwendigkeit einer Verwirklichung dieser Idee. Fr.“ Buch: Ausstellungskatalog Löffelhardt, Heinz. (Katalogbearbeitung). „Wie wohnen. Bautechnik Möbel Hausrat.“ Gedanken zur Ausstellung. Stuttgart, Hatje 1949-1950. 24 Seiten Text und 183 Tafelseiten. 23,5 x 16 cm. Vorwort von Wilhelm Wagenfeld. |
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Erstellt am 16.7.2026 |
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